Der WM-Klatschtest
Keine Frage, ob im Bahnhof, im Parkhaus, bei festlichen Aufmärschen oder im Stadion, das Angebot an fremdenfeindlichen Übergriffen auf Ausländer in Deutschland ist reichhaltig. Beinahe zu jeder Gelegenheit, ganz romantisch im Sonnenuntergang oder klassisch im Schatten einer Unterführung, kann man sich als Ein- und Zuwanderer, vor allem mit falscher Hautfarbe, exklusiv das Gesicht renovieren lassen. Und es ist für jeden Eisengeschmack auf der Zunge etwas dabei - die Palette reicht von sorgfältig arrangierten Leberhakendelikatessen über den schnellen Randsteinimbiss bis hin zu All-you-can-eat.
Es ist also Zeit für einen Test.

(Das Service-Personal)
Im Auftrag der Weltkontrollzentrale wurden drei Testpersonen ausgesandt, um der Frage nachzugehen, an welchen Orten in Deutschland man sein eigenes Blut so richtig genießen kann. Auf Empfehlung des Stargourmets Uwe-Karsten Heye, Vorstandsvorsitzender des renommierten Gourmet-Testmagazins Gesicht zeigen!, wurde Brandenburg als Testgebiet ausgewählt.
Die Testpersonen

(Nigga, Schünbühm und Ping)
Der Testverlauf
In Zusammenarbeit mit der Gourmet-Kette Amnesty International wurde eine Route durch das Nachtleben einer für ihre gute Küche bekannten Stadt in Brandenburg - genannt P. - erarbeitet, die den Wünschen aller drei Testpersonen gleichermaßen gerecht wurde.
Die Tour durch P. in Brandenburg begann an der Bushaltestelle Göbbelsstraße der Linie 88, Fahrrichtung Albert-Speer-Grundschule, und schon dort erhielten unsere Testpersonen eine schmackhafte Wurzelkanalbehandlung als Appetitanreger. Etwas überhastet erreichten alle drei die zweite Station ihrer kulinarischen Reise, den malerischen Schatten der Meine-Ehre-Ist-Meine-Treue-Brücke, in welchem das Lokal Zur-Haiderkeit-SS ruht. Auch dort wurde ihnen sogleich der erste Gang des Tagesmenüs serviert, deftiges deutsches Gulasch. Ein lockerer Sprint führte durch die Volkssturm-Unterführung direkt in die unterste Ebene des Birkenau-Parkhauses. Abgesehen davon, dass das Geschnetzelte etwas auf sich warten ließ und eine Spur zu verkrustet schmeckte, war der Service erstklassig.
Dank eines Trinkgeldes (Ping) verlief der Weg über das dortige Treppenhaus etwas entspannter, und die nun übrigen Testpersonen hatten Gelegenheit Speis und Trank zu verdauen. Ein Sonderservice des nahen Front-Deutscher-Eichen-Parks geleitete sie anschließend zur Straßenbahnhaltestelle Jedem-Das-Seine der Linie 88 und servierte während dessen ein reichhaltig gewürztes Jochbein-Express-Menü. Ein weiteres Trinkgeld (Schünbühm) ermöglichte es der letzten Testperson, die Tour, wenn auch gut gesättigt (Kniescheiben und Kniehöhlen vertauscht), mit dem berühmten Brandenburg-Ragout auf dem Himmler-Platz abzuschließen.
Die Fakten
Lage: Top
Bemerkungen: Speisen im Herzen Deutschlands
Ambiente: Top
Bemerkungen: Die Welt zu Gast bei Freunden
Begrüssung: Hop
Bemerkungen: Stürmisch, Euphorisch, manchmal regelrecht ungestüm
Betreuung: Top
Bemerkungen: Kein Farbiger bleibt in Brandenburg lang allein
Getränke: Hop
Bemerkungen: Auf Dauer zu eisenhaltig, manchmal mit zu viel Fruchtfleisch.
Speisen: Hop
Bemerkungen: Für Gourmets untauglich, da oft sehr rustikal. Viele Köche verderben auch hier den Gesichtsbrei. Besonders hervorzuheben: Schlüsselbein, Oberschenkelknochen on the Kopfsteinpflaster, Pizza a la Schädelbasis.
Gesamteindruck: Hop
Bemerkungen: Zuweilen etwas stressig, aber ordentliche rassistische Küche, gute neonazistische Hausmannskost.
Top: Lage, Ambiente, Betreuung
Flops: -
Behindertengerecht? : nein
Raucher / Nichtraucher? : beides
Infrastruktur/ Sanitäre Anlagen? : nicht bemerkt, ging zu schnell
Sauberkeit? : Arisch rein.
Kinderfreundlichkeit? : Kommt auf die Kinder an.