Quo Landis?

— jessiter @ 15:29

Der Flug des Floyd

(räusper)

Wer an dem steilen Berg
beherzt
nach Sternen greift,

Und ein Testo-Pflästerchen
zwischen
die Hoden kneift,

Der sollt’ das Pflästerchen
beim Urinieren,

Nicht in das A-Pröbchen
verlieren.

TATAAAA! TATAAAA! TATAAAA!

Gruß … jesse

    Heisses Pflaster Burger King

    — Tags: , , , — jessiter @ 16:21

    Sie war locker in ein dünnes Sommerkleidchen gewickelt.
    Ich nannte sie Patricia.

    Windböen strichen an dem Burger-King-Drive-In, �brigens mit dem brandneuen Hawaii-Whopper im Angebot, vor�ber, fielen �ber ihren K�rper her, schoben den Stoff an ihre Taille und lie�en ihn wie ein F�hnchen flattern. Offenbar trug sie weder Slip noch BH.

    Patricia hielt eine Coke in der Hand, die neue Zero-Rezeptur, die den unnachahmlichen Cokegenuss ohne ein Gramm Zucker auf die Zunge zaubert. Sie steckte sich eine Lucky Strike an, als ich vor�berfuhr und den Porsche Boxter parkte, die Ray Ban im modischen Beckham-Style aus dem Gesicht zog, die Lewis-501-Sexbomb zurechtr�ckte und ausstieg.

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    (Der Boxter - pures Fahrvergn�gen)

    Die Autobahn hauchte trockene Luft in mein Gesicht, darin eine unschuldige Note Jil Sander, die Zimmerm�dchen-Kollektion. Ich kn�pfte mein Esprit-Hemd auf, stie� meine Frau aus dem Auto, warf ihr die Reisetasche zu und sagte, dass sie wieder heimtrampen kann.

    Dann schlenderte ich auf Patricia zu.

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    (Jil Sander - ein Duft, der pumpt)

    Die Sonne zauberte einen jungfr�ulichen Glanz auf ihre glatten Gillete-Venus-Beine und das Dekollet� schimmerte wie ein Meeresspiegel, abgebildet im aktuellen TUI-Katalog, jetzt mit T�rkeiangeboten. Unsere Augen trafen sich, unsere Blicke umschlangen sich, Patricia nahm das R�hrchen ihrer Coke in den Mund und saugte.

    Benommen sch�ttelte ich die beiden Kinder ab, die sich an mich klammerten, steckte ihnen je einen Hunderter zu und wies ihnen den Weg.

    Der Doppelauspuff meines Boxters blies meiner Frau eine Aschewolke entgegen, als ich den Motor startete. Ich lie� die Pirelli-Schlappen noch ein wenig durchdrehen, w�hrend Patricia mich anl�chelte, ihr Kleidchen hatte sich auf dem Ledersitz weit nach Norden verschoben.

    Wir fuhren in den Sonnenuntergang.

    Gruss … die wahre Pay-Per-Post-Nutte jesse

    -

    Die EU ist schuld am vielen Schnee

    — spot @ 13:00

    Es ist in Bälde heissester August und viele von uns haben so heiss, dass sie schmelzen könnten. Und dann noch diese grosse Frage an uns Schweizer, EU? Oder nicht EU?

    Ja, da kommt so ein Filmchen vom letzten Winter doch grad recht:

    Sex im All

    — spot @ 12:59

    Willkommen in der Zukunft Freunde.. ;)

    Was hat sich in den letzten Millionen der Entwicklung auf der Erde kaum verändert?

    Genau, die Schwerkraft. Manche halten sie ja für Überbewertet (Funny van Dannen), aber ganz offensichtlich stellt uns fehlende Schwerkraft hin und wieder vor gewisse Probleme. Wenn wir uns zum Beispiel im Weltall grad mal vermehren möchten.

    Lese und staune: LiveScience

    Entlassungen sind gar nicht schlimm

    — spot @ 07:32

    Monsieur Croche macht sich interessante Gedanken.

    Ist es wirklich legitim Massenentlassungen mit dem Argument des unänderbaren Systems zu rechtfertigen?

     

     

    BILD - Ein Aasgeier im Tiefflug

    — jessiter @ 18:08

    Anno 1977 hatte Günther Wallraff, sozusagen der deutsche Michael Moore, die Identität Hans Esser angenommen und sich bei der Bild-Zeitung eingeschleust. In der Trilogie, die er über seine dortigen Erlebnisse verfasst hat, und die hier ausdrücklich empfohlen wird*, stellte Wallraff ganz grundsätzlich fest, dass allein die Bezeichnung Bild-Zeitung ein Widerspruch in sich ist.

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    (”Der Aufmacher”, Teil 1 der Trilogie)

    Die Bild, das deutsche Pedant zum Blick, sei in Wahrheit keine Zeitung. Weil man darin eigentlich keine Nachrichten liest, sondern Dinge, die Wallraff „Bild-Stories“ nennt. Etwas Spannendes, was zum Spielen, mit Schlüpfrigkeiten. Oft auch ein Leitfaden, wie man sich effektiv und ergebnisorientiert an Schwachen aller Art ergötzt, und wie so ein Rufmord professionell organisiert wird.

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    (Etwas Spannendes …)

    Allerdings, und man mag das vor Glück kaum glauben, die beiden kreisenden Aasgeier Bild und BamS*** kommen dem Boden immer näher. Die Auflage des Springer-Blattes bricht ein. Tag für Tag wollen weniger Leser in weltblindengerechten Lettern erfahren, wer beim Onanieren erwischt wurde – man hat sich wohl allgemein satt gesehen am Schlüsselloch und ist der frivolen Blicke unter die unzähligen Röcke überdrüssig.

    Dieser Artikel behauptet, der Auflageneinbruch läge auch an bildblog*. Bildblog ist so was wie ein Testlabor, das tägliche Kot-, Urin-, Blut- und Spermaproben der Bild-Ausscheidung nimmt und nach bestimmten Kriterien untersucht. Tiefgang ist wohlweislich nicht darunter, aber die ganz einfachen Dinge wie der News-Gehalt und manchmal gar der Wahrheitsgehalt.

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    (Und ein Rufmord nebenbei …)

    Schafft es diese Rebellengruppe tatsächlich, das große Bild-Imperium zu bezwingen? Anders als bei Wallraff, auf den Detektive angesetzt und dessen Telefon abgehört wurde, scheint das Imperium in diesem Fall nämlich nicht zurückzuschlagen.

    Grüße … der Bild-Kenner jesse

    *ich hab zwar nur das erste Buch gelesen, aber der Rest lohnt sich sicher ebenso

    **erst neulich kennengelernt

    *** Bild-am-Sonntag

    Der Abschied des Intel-Pentium

    — jessiter @ 18:49

    Ja, er nimmt Abschied.

    Erhobenen Hauptes. Denn er hat einiges geleistet für seine Zunft.

    Er hat den PC aus den dunklen Katakomben der Nerds hinaus ins Sonnenlicht der Öffentlichkeit geführt. Mit ihm verhallten die Fachsimpeleien, er sorgte dafür, dass man sich kastrierte Wörter wie 2nd-Level-Cache oder Kabyte nicht mehr unbedingt zu merken brauchte, um seinen PC lieb zu haben.

    Er ließ die Fachzeitschriften erwachsen werden. Erbrachen noch vor der Pentium-Ära vornehmlich Freaks aus der Unterwelt unkontrolliert Schulaufsätze, so wurden durch ihn tiefschürfende metaphysische Endlosdiskussionen zwischen Kürzeln wie RAM, HIMEM oder XMS durch Lesbares ersetzt. Durch Hardwaretests, durch Produktanalysen und einen gewissen, allgemein verständlichen Leserservice.

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    (Ein Pentium in jungen Jahren)

    Obwohl es zu Anfang gar nicht danach aussah. Denn 1993, als der erste Pentium herauskam und den Prozessor mit Namen 80486 ersetzte, war er, obwohl er sich einen nichtnumerischen Namen anmaßte, das Thema in den Höhlen der niederen Maschinenebenen. Durch die Freak-Gemeinde ging ein Raunen, immerhin war der Pentium der erste PC-Prozessor, der eine 32bit-Architektur besaß. Schnell wurde er zum Kultobjekt, man musste ihn haben, um im erlauchten Kreis der PC-Freaks ernst genommen zu werden. Und so versammelte er nach und nach eine neue, Pentium-gepulste Schar aus Assembler-Hobbits um sich: Doch wie der Ring der Macht sollte er sie alle verraten.

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    (Ein sichtlich angesäuerter Prä-Pentium-Nerd)

    Gerade war er zum Szenestar geworden, da erschien das neue Betriebssystem Windows-95. Hand in Hand begann der Aufstieg aus den dämonischen Untiefen der Lebensverweigerer in das Licht der Öffentlichkeit, hinaus in den Schoß der Benutzer, und dieser große Schritt stellte sich als zu groß für seine Fans heraus. Mit jeder weiteren Stufe der Benutzerfreundlichkeit entfernte ihr Pentium sich von ihnen, die noch seinen Vorgänger ganz für sich hatten, und die nun schmerzlich erfahren mussten, dass er keiner von ihnen ist, dass er seine Seele an Bill Gates und das Establishment verkauft hat.

    Er fiel ihn Ungnade.

    Und sie werden ihm auch jetzt am Sterbebett wohl nicht verzeihen.

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    (Vor Windows 95 sah das so aus)

    Aber er wird seinen letzten Schritt nicht ganz allein gehen müssen.

    Wir immerhin sind mit ihm. In der Überzeugung, dass er bald heilig gesprochen wird. Für die Befreiung des PC aus seiner einst dunklen Gefangenschaft, für das Loslösen der Fachwortfesseln. Und nicht zuletzt dafür, dass PCs sich allgemein etabliert haben und dadurch erschwinglicher geworden sind.

    Grüße sendet … nerdy jesse

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